Kung Fu - BULAIMEI - Verein für Kampfkunst e.V.

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Kung Fu

Kung Fu


Kung Fu (Gong-fu) steht in der chinesischen Sprache für den Begriff "harte Arbeit" und beinhaltet sinngemäß Zeit, Mühe, Kraft und Geduld, die zum Erlernen einer besonderen Fähigkeit eingesetzt werden. Dieser Begriff wird für alle Künste (Malerei, Musik...) Chinas benutzt.


Kung Fu der Kampfkünste finden ihren Ursprung bei den Mönchen der Shaolin-Klöster, die Bewegungsabläufe und Übungen entwickelten, um eine physische Verbesserung ihrer Konstitution für intensive Meditation zu erlangen.

Da aufgrund mangelnder staatlicher Gewalt (China war aufgrund seiner Größe schwer zu verwalten) Überfälle, Aufstände, Mord und Plünderung das tägliche Leben (mit-) bestimmten, bestand auch für die Klöster die Notwendigkeit sich effektiv zu verteidigen.

So wurden aus den zunächst als gymnastische Übung verstandenen Techniken der Mönche über Generationen hinweg

Kampfprinzipien entwickelt, die Leib und Leben sichern und das Kloster

vor Gefahren schützen sollten. Die weltanschaulichen Wurzeln dieser Kampfkunstart liegen im Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus. Die Übungen steigern die körperliche und geistige Fitneß und erhöhen die Konzentrations-fähigkeit und das Selbstvertrauen.


Der Gottesanbeterin-Stil nach Wang Lang


Gründer dieser Stilrichtung ist der Überlieferung nach Wang Lang, der aus dem Bezirk Tsi Mo, in der Provinz Shantung in China stammen soll. Er lebte zur Zeit des Übergangs von der Ming Dynastie (1368-1644) in die Ching Dynastie (ungefähr1644-1911).

Die Ming Dynastie wurde durch die Manchu (einer Völkergruppe aus der Manschurei) besiegt. Die Manchu besetzten alle hohen Ämter und unterdrückten die Han-Chinesen, zu denen auch Wang Lang gehörte. Zu dieser Zeit waren die Klöster eine Zufluchtsstätte für viele gesuchte Gegner des Regimes.

Das Shaolin-Kloster am Berg Sung in der Provinz Henan erreichte schon damals wegen seiner Kampfmönche Berühmtheit. Hierhin begab sich Wang Lang und soll als nicht vollständig geweihter Mönch („unrasierter Mönch“) dort das Kämpfen gelernt haben. Die Klöster standen unter  strenger Beobachtung der Manchu und sie verboten den Äbten, sogenannte „Laien“ bzw. „unrasierte Mönche“ aufzunehmen. Aus diesem Grund verließ er das Kloster, um durch China zu wandern. Nach vielen Stationen in den verschiedensten Regionen und Bergen des nördlichen Chinas, erlernte er auf dieser langen Reise 16 verschiedene Stile des Kung-Fu.



In seinem Heimatort zurückgekehrt, lies er sich im Kloster am Berg „Lao Shan“ nieder. Ein ehemaliger älterer Kung-Fu Bruder war hier inzwischen Abt geworden. Unter dessen Anleitung feilte Lang Wang weiter an seinen Fähigkeiten und musste durch unzählige Niederlagen gegen den Abt viel Lehrgeld bezahlen. Sein Ehrgeiz war groß und er wollte den starken Kung-Fu Bruder unbedingt einmal besiegen, um Kraft und Selbstvertrauen für den Kampf gegen die verhassten Manchu zu bekommen. Aber auch der Abt wollte seine Fähigkeiten verbessern und begab sich auf die Reise durch China, um weitere Erfahrungen in der Kampfkunst zu sammeln. Er hatte großesVertrauen zu Wang Lang und bat diesen, für die Zeit seiner Abwesenheit das Kloster zu führen. Der sah natürlich seine Chance, den Abt eines Tages besiegen zu können, schwinden. Aber sein Wille war stark, sein Training wurde immer ehrgeiziger und härter.

Oft begab er sich in den Wald, um in der Natur seinen Körper und Geist zu stählen. Als er sich eines Tages nach dem Training völlig erschöpft unter einen Baum setzte, hörte er das klägliche Zirpen einer Zikade, die hilflos in den Fängen einer Gottesanbeterin gefangen war. Erstaunt sah Wang Lang, dass die viel kleinere Fangheuschrecke die große Zikade besiegen und halten konnte. Wang Lang befreite die Zikade aus Mitleid aus den Fängen der Gottesanbeterin, hatte aber nicht mit der wilden Entschlossenheit des Insektes gerechnet, die unbedingt ihre Beute verteidigen wollte und die Hand Wang Langs angriff. Die Art undBewegungen des Angriffs der Fangheuschrecke beeindruckten den Kung-Fu Kämpfer stark und veranlassten ihn, das Insekt mit ins Kloster zu nehmen, um die Bewegungen der Gottesanbeterin zu studieren. Mit einem Schilfrohr täuschte er Angriffe vor und beobachtete die Reaktionen und Verhaltensweisen. Diese Beobachtungen setzte er für sich um und entwickelte schließlich die spezifischen Handbewegungen des „Gottesanbeterin Stils“ . Er verstand es, diese mit den ihm bisher 16 bekannten Techniken des Kung-Fu zu kombinieren. Daraus entwickelte er ein eigenes Faustkampfsystem, das aber seine Schwächen in dem fehlenden Zusammenwirken der Hand- und Fußarbeit hatte.

Auf einem seiner vielen Spaziergänge durch den angrenzenden Wald des Klosters erblickte er wie sich Affen zwischen den Bäumen hin- und her schwangen. Er erkannte, dass die Affen beim Erklettern der Bäume die Hinterbeine mit hoher Geschwindigkeit zu Springbewegungen einsetzten. Diese Fähigkeit der Bewegungen der Beine der Affen und die Fähigkeit der Nutzung der Fangarme der Gottesanbeterin galt es zu verbinden. Nach sorgfältigem Studium des Verhaltens der Tiere und durch stetiges Umsetzen und Üben systematisierte er seine Kampfkunst. In acht starren und 12 flexiblen Bewegungen und acht Angriffspunkten und den acht Verteidigungspunkten etc.
( heutige Merkmale des „Northern Praying Mantis Style“) .

Drei lange Jahre vergingen ins Land, als der Abt am Ende seiner Wanderschaft angekommen war und zu seinem Kloster zurückkehrte. Wang Lang war froh, endlich die Bürde der Leitung des Klosters wieder abgeben zu können. Natürlich wollten beide im Freundschaftskampf erneut ihre Kräfte messen und die dazu gelernten Techniken testen. Zur Überraschung des Abtes bekam Wang Lang schon nach wenigen Bewegungen die Oberhand und behielt seinen älteren Kung-Fu Bruder dank seiner seltsamen Handtechniken und der wunderbaren Beinarbeit unter vollständiger Kontrolle. Der Abt war beeindruckt und wollte mehr über die neue Technik wissen. Beide legten ihr gesamtes Können und Wissen in die Waagschale um den Gottesanbeterin Stil zu perfektionieren.


Lin Jing Shan


Sifu Holger Meyer (* 1973) begann schon sehr früh sich mit den asiatischen Kampfkünsten zu beschäftigen. Mit 14 Jahren begann er mit Taekwondo, später über mehrere Jahre (Kickboxen und Thaiboxen , Karate, Aikido und Shaolin Kung Fu). Seit 1992 ist er dem Seven-Star Mantis Kung Fu verfallen. 1998 wurde er Schüler von Sifu Nicolai Schild, 1999 seine erste Prüfung zum Instructor, sowie 2007 seine erfolgreiche Prüfung zum 7. Instructor Level, es folgten 2008 und 2009 mit dem 8. bzw. 9. Instructor Level. Sifu Holger Meyer hat den offiziellen Teil der Ausbildungsordnung von Si Gung Lee Kam Wing erlernt.
Am 02.08.2009 beendete Sifu Meyer seine Ausbildung bei Sifu Nicolai Schild . Als Sifu Holger Meyer für ein  Seminar Meister Claudio Fabbricatore  einlud , ist ihm schnell klar geworden das dies der Lehrer ist , der ihn weiter fördert und er ganz neue Aspekte des Qi Xing Tang Lang erlernen kann . Seit Januar 2010 ist die Bulaimei Kung Fu und Boxsportschule ein weiterer Standort des Seven Star Mantis Research Institute Europe .

Seine weiteren Interessen liegen beim Thaiboxen und Sanda . Was Er in seiner eigenen Schule zusätzlich zum Qi Xing Tang Lang nach  GM Zhong Lian Bao und Meister Claudio Fabbricatore unterrichtet Shifu Holger Meyer ist bestrebt seine Ausbildung immer weiter voranzutreiben und seinen Lehrer Meister Fabbricatore so oft zu besuchen wie es Ihm möglich ist . Seminare und Trainingsreisen sind da ein fester Bestandteil um ein immer tieferes  Verständnis in das Qi Xing Tang Lang nach der Lin Jing Shan Linie zu bekommen.

 
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